Montag, 10. August 2015

Donausteig-Wanderbuch: Perg - Grein

Letzte Woche waren Franziska Bahr (24) und Maike Neumann (25) aus Rheinland-Pfalz (Deutschland) am Donausteig unterwegs. Sie sind die Wanderung Perg - Grein unseres Donausteig-Wanderbuches gewandert. Hier könnt ihr von ihren Erlebnissen lesen!



1.      Etappe (Perg-Mitterkirchen)
Mit dem Auto in Perg angekommen, begann die Wanderung am Brunnen des Hauptplatzes. An der Wegzweigung zum Flüsschen Naarn wurden wir gleich unserer Wanderausrüstung wegen für Weltenbummler gehalten: „Du ju du a wörld trip, are ju bäkkpäkking or watt“. Schmunzelnd klärten wir den Ahnungslosen über unsere bevorstehende Wanderung auf. Nach dieser ersten Begegnung ging es an der Naarn stets am Ufer entlang und immer weiter geradeaus.

Irgendwann kamen wir schließlich zur Wegkreuzung unserer Etappe am kleinen Örtchen Haid. Dort gibt es eine schattige Liege, die zum Pausieren einlädt. Gesellschaft bekamen wir dabei kurzerhand vom ortsansässigen Cheflabrador Fritz, der die zu dem Zeitpunkt einzigen beiden Wanderer - also uns - verwundert begutachtete.

Haid

Nach einer kurzen Abkühlung an der Naarn überquerten wir die Brücke und folgten unserer Route auf einer Asphaltstraße bis nach Wagra. Das Schlösschen Wallsee fällt einem hier ins Auge. 

Naarn Ufer - gute Abkühlung
Gegen Ende der ersten Etappe trifft der Donausteig auf den Wegverlauf der Etappe des nächsten Tages. Wer will, kann hier schon das noch 500 Meter entfernte Keltendorf besuchen, an dem wir aber auch am nächsten Tag auf direktem Weg vorbeikommen. Hier werden (teilweise live) die Lebensweisen der Menschen aus der Ur- und Frühgeschichte dargestellt.

Überquerung der Naarn
Von da aus ist es dann nicht mehr weit zu unserer Schlafstätte in Mitterkirchen, dem Kraglhof. Mit dem Spruch „Tritt ein, trag Freude heim“ über dem Türbogen, traten wir in den gemütlichen und gleichzeitig modernen Bauernhof ein. Den Spruch hatten sich unsere Gastgeber wohl zum Motto gemacht: Wir fühlten uns rundum wohl und konnten genügend Energie für die Folgeetappe am nächsten Tag tanken.

2.      Etappe (Mitterkirchen-Grein)

Die Schafe in Baumgartenberg
Nach einem ausgiebigen Bauernfrühstück gingen wir die 22 km der Folgeetappe Mitterkirchen-Grein an. Abermals überquerten wir die Naarn und gelangten zum Keltendorf. Es war erst 9 Uhr, aber die Temperatur stieg unaufhaltsam in die Höhe: „36 Grad und es wird noch heißer“. Singend geht’s weiter über das Örtchen Baumgartenberg zum Waldrand, an dem wir die erste Bekanntschaft an diesem Tag machten: den Schafen von Baumgartenberg. 

Durch den schattigen Wald hindurch erreichten wir schließlich die historische Burg Clam, die auch Führungen anbietet. Das empfiehlt sich vor allem für Geschichts- und Kulturinteressierte. 
 
Burg Clam

Beeindruckende Felsformationen in der Klammschlucht
Nach einem kurzen Halt machten wir uns auf, die Klamm zu erkunden, in der Hoffnung neben der beeindruckenden Schlucht gleichzeitig Abkühlung zu finden. Vier Brötchen und ein erfrischendes Fußbad später brechen wir erneut auf: nächstes Ziel Saxen. Ab hier verlief der Weg über Wiesen und Felder und an einzelnen Gehöften vorbei. Gegen Ende der Etappe gelangten wir an die Gobelwarte – dem höchsten Punkt der gesamten Wanderung und gleichzeitig dem Wahrzeichen Greins. Ab hier folgten wir einem Waldweg bergab zum Etappenziel in Grein. 
 
Was blieb, waren geschundene Füße, leere Trinkflaschen und: beste Laune.
Wir haben unvergessliche Eindrücke von der Landschaft sammeln können, hatten nette Begegnungen mit Tier und Mensch und fühlten uns rundum wohl in Österreich.

So ist uns ganz besonders die Herzlichkeit der Einheimischen aufgefallen, die für uns immer ein freundliches Lächeln und ein „Griaß eich“ auf den Lippen hatten – was uns zurück in Deutschland bestimmt fehlen wird. 

Wenn auch ihr eine Tour am Donausteig wandern möchtet und uns davon berichten möchtet, kontaktiert uns einfach unter info@donauregion.at! 

Mehr Informationen zum Donausteig: www.donausteig.com 

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