Mittwoch, 8. Juni 2016

Donausteig-Wanderung von Passau bis St. Nikola


Ich heiße Jeannette Bastian und "befahre" seit über 6 Jahren die Donau Richtung Wien. Mal mit dem Fahrrad, mal mit Rollerblades, mal 4 Tage, mal 14 Tage, mal bis Wien, mal nur Teilabschnitte. Aber jedes Mal mit einer großen Freude und Sehnsucht auf das nächste Mal. Und so kenne ich auch schon viele Gästehäuser und regionale Spezialitäten, die ich immer wieder genieße. Die Donau ist für mich ein Kraftort.



Diesmal habe ich mir den Donausteig vorgenommen. Warum auch nicht mal von oben die Donau genießen und auch mal die nähere Umgebung der Donau zu Fuß persönlich erkunden. Der Donausteig lädt dazu direkt ein. Es war die richtige Entscheidung. Ich habe mir 7 Etappen vorgenommen mit jeweils ca. 20 km. Ich habe mir keine Bücher gekauft, sondern nur einen zweiseitigen Plan mitgenommen mit den wichtigsten Stationen. Ich hatte einen 8kg schweren Rucksack mit, der mich manchmal zu Verzweiflung brachte.



Es war ein einmaliges Erlebnis, dass ich wiederholen werde. Die Nordseite will ja auch bewandert werden. Wer keine touristischen Pfade gehen möchte, keine spektakulären Sehenswürdigkeiten erwartet und das Ursprüngliche sich wünscht ist auf dem Donausteig genau richtig. Ich habe leider wenig andere Wanderer getroffen, dafür nette Wirtsleute, die einen herzlich aufgenommen haben und mit regionalen Speisen verwöhnt haben.



Warum immer der "Camino de Santiago"? Der Donausteig ist viel schöner und hat es verdient, bewandert zu werden! Davon können Sie sich in den nächsten Etappenbeschreibungen überzeugen.




1. Etappe Passau - Kasten
Meine Donausteigwanderung begann leider mit Nieselregen. Aber es gibt ja bekanntlich kein schlechtes Wetter. Gestartet bin ich in Passau vom Hostal am Rindermarkt (sehr empfehlenswert für eine Nacht). Die ersten Kilometer gehen direkt am Radweg entlang auf der rechten Donauseite. Das erste Tagesziel war der Ort an der Donau: Kasten. Nach der Grenzüberquerung ging es hoch zum Restaurant Blass. Die Aussicht auf die Spitze von Passau konnte man nur erahnen oder sich an den aufgestellten Schönwetter-Fotos erfreuen. Der Nieselnebel war zu dicht für den wundervollen Blick auf die Stadt. Von dem Gasthaus Blass ging es wieder bergab und ein paar Kilometer auf dem Fahrradweg. Der nächste Aufstieg hatte es in sich.

Man wandert am Donausteig durch ein sehr liebliches Gebiet: Wiesen und Felder, kleine Bäche, abgelegene oder verlassene Bauernhöfe. Ich bin keinem Menschen begegnet, auch keinem Wirtshaus. War aber darauf mit Proviant vorbereitet. Man muss ein bisschen die Schilder im Auge behalten, sonst kommt man vom Weg ab. Ich habe diese Ruhe sehr genossen. Zum Schluss geht es wieder bergab ins Donautal nach Kasten. Diesem kleinen Umweg sollte man unbedingt machen, wenn man am Abend verwöhnt werden will. Nach 25km (mit kleinen Umwegen) empfing mich die Pension-Wirtin mit Schuhheizung und einem Weltklasse-Kaiserschmarrn. Das Gästehaus Donautal weiß was hungrige, kraftlose Wanderer brauchen.

So liebe ich es: Wandern in der Natur mit netter Bewirtung.


2. Etappe Kasten - Engelhartszell
So wie der letzte Tag endete, so begann der neue Tag: Mit einem opulentem Essen in der Pension Donautal. Das Frühstück braucht man auch für den Anstieg nach Vichtenstein. Der Weg ist sehr steil, aber kurz, so dass man es nach 1 Stunde geschafft hat. Die Burg Vichtenstein lud zum Verweilen und Auftanken ein. Der Regen hörte auch auf und es war nur noch bewölkt. Weiter ging es wieder durch schöne Wälder mit vielen Bächen entlang des Weges. Ich traf auch auf eine "Waldoase", mit einem angelegtem Teich und kleinen Wasserspielen. Es ist wirklich idyllisch und man hört nur die Vögel zwitschern, kann Rehe beobachten und den Hasen beim Rennen zuschauen.

Mit dem Haugstein hat man den höchsten Gipfel des Sauwaldes "erklommen". Die nächsten Kilometer waren sehr meditativ, weil es neben der Jagabild-Kapelle einen Kreuzweg gibt, der bis zum Ort Stadl führt. Lag es am Kreuzweg oder an der Ruhe. Ich war im Flow und lief nur noch dahin - leider auch ein wenig falsch, weil ich die Schilder übersehen habe. Aber alle Wege führen wieder auf den Steig zurück. Nach dem Ort Stadl hat man bereits erste Ausblicke auf das Donautal. Der Himmel riss auch auf und ich freute mich auf Engelhartszell.

Die nächste Pension in Engelhartszell war eine "Perle unter den Pensionen" - das Romantikhaus "Hufschmiede". Wieder eine sehr herzliche Begrüßung und ein geschichtsträchtiges Haus erwarteten mich. Ohne Pause ging ich aber sofort in das Stift, um das bekannte Trappisten-Bier zu kaufen. Mit dem fast 10% -igem Bier ließ es sich gut schlafen.



3. Etappe rund um die Schlögener Schlinge
Die Sonne weckte mich und heute genoss ich die Vorzüge der Donau: Ich fuhr am Morgen ein Stück Weg mit dem Schiff bis zur Schlögener Schlinge. Ich legte sozusagen einen "Zero-Day" ein und wanderte dort weiter ohne Gepäck auf dem Rücken. Eine Befreiung für meine Knochen. Die Donauschlinge sollte man wirklich auskosten.

Hier trifft man auch wieder auf Leute, Gleichgesinnte, die ein wenig wandern. Natürlich ging es gleich auf die Kanzel, dem bekanntesten Aussichtspunkt der Donauschlinge. Schön, wieder auf Menschen zu treffen. Jedoch auch Foto-Stau auf dem Aussichtspunkt.


Mein Ziel war es entlang dem Höhenweg bis Inzell zu gehen und dort beim Ziegen-Peter zu jausen. Darauf freute ich mich schon seit Wochen. Nach dem Aussichtpunkt läuft man wieder ein wenig durch Wiesen und Wald. Schön steinig und natürlich ist der Weg. Und man hat immer die Donau unter den Füssen fest im Blick. Ein traumhafter Weg. Leider am Ende des Weges die große Enttäuschung. Den Ziegen-Peter gibt es nicht mehr. Wahrscheinlich auch ein Opfer des Hofsterbens. Das Hofsterben war schon die letzten Tage präsent. Ich habe viele verlassene Höfe gesehen. Leider gab es in Inzell keine Alternative zu Peters-Jause. Nur Gasthöfe mit Schnitzelkarte.

So lief ich zurück zur Schlögener Schlinge und machte Brotzeit im gleichnamigen Hotel. Die Aussicht und der Service machte die Enttäuschung wieder wett. Ich hatte einen traumhaften Abend an der Schlögener Schlinge. Es war Romantik pur. Eigentlich wollte ich diesen Ort nicht verlassen...




4. Etappe Schlögener Schlinge - Aschach
Heute habe ich in der Freizeitanlage Schlögener Schlinge geschlafen. Wieder mit einem super Frühstück gestartet. Heute ging weiter ins Eferdinger Becken nach Aschach. Zuerst musste man wieder den Berg erklimmen. Was jedoch nach 15 Minuten bereits geschafft war. Dann führte der Weg ins Hinterland nach Haibach. Die Wiesen waren so grün und der Himmel so blau, dass man sich kaum satt sehen konnte. Ab dem Aussichtspunkt war ich wieder allein unterwegs. In Haibach konnte ich Proviant nachkaufen und dann ging es oberhalb der Donau weiter. Immer wieder konnte man einen Blick in die Donauschlingen erhaschen. Man wanderte aber immer im Schatten der Bäume. Ca. 10 km vor Aschach muss man aber auf der Straße laufen, entlang der kleinen Bauernhöfe. Wurde dann ein bisschen heiß, aber viele kleine Parkbänke luden zum Verweilen ein. Kurz vor Aschach gab es noch eine kleine Jausenstation, die ich natürlich nutzte. Aschach ist ein hübsches Donaustädchen mit einer "Flanier-Meile". Jedoch waren meine Füße zu müde, um noch weitere Wege zu gehen. So hatte ich Glück, ein Zimmer in einer Pizzeria zu bekommen.



5. Etappe Aschach – Bad Kreuzen
Heute teilt sich die Strecke. Ich laufe nach Eferding und fahre dann mit dem Zug nach Grein. Die Vororte von Linz und die schöne Gegend nach Linz spare ich mir für eine weitere Tour auf.

Von Aschach nach Eferding ging es zunächst an der Donau entlang. Wie oft bin ich diesen Weg schon gefahren - mit Rad und Skates? Diesmal zu Fuß und ich konnte die gleiche Kraft spüren, die von der Donau ausging. Leider ging es dann der Straße entlang weiter. Das war nicht sehr schön, aber auch nur ein kurzes Stück. Nachdem ich den Bahnhof in Eferding erreicht hatte, konnte ich mich im Zug 2 Stunden ausruhen.

In Grein erwartete mich ein grandioser Blick auf die Donau. Dieses Gebiet nennt man Studengau. Ich wollte das Flair noch ein wenig genießen, bevor ich nach Bad Kreuzen laufe. So genoss ich noch ein paar Stunden in Grein. Der Weg nach Bad Kreuzen führt zuerst an einer Straße entlang, jedoch hat man immer wieder einen schönen Blick ins Tal. Dann geht es wieder einen Waldweg entlang, bis man zur Jausenstation "Speckalm" kommt. Ein MUST auf dem Donausteig. Die Jause war das Beste, was ich je gesehen und gegessen habe. Nach der Jause kommt die Wolfsschlucht, die direkt nach Bad Kreuzen führt. Bad Kreuzen hat eine wunderschöne Burg und liegt sehr schön oberhalb des Tales, so dass man am Morgen den Nebel im Donautal sehen konnte. Die Speckalm war auch am Abend mein Ziel, obwohl ich noch einmal die 90 Minuten zu Fuß durch die Wolfsschlucht gehen musste.



6. Etappe Bad Kreuzen – Waldhausen
Heute stand die schönste, aber auch schwerste Etappe vor mir. Schwer sicherlich, weil die Füße langsam müde waren. Schön, weil es eine einmalige Gegend war, die mich sehr berührte.

Zuerst führte der Weg entlang eines Kneipp-Weges. Das heißt, links und rechts ein kleiner Bach, der zum Kneippen einlud. Die Füße dankten es mir. Dann wurde es gebirgiger und ich wanderte wieder über viele Wiesen und Felder. Diesmal ist der Weg nur aus der anderen Richtung ausgeschildert. Das führte zu ein paar Irrwegen, aber der Instinkt half auch ein bisschen. Durch die leicht hügelige Landschaft ging es immer wieder Bergauf und Bergab. Mein Ziel war diesmal ein Bauernhof in Bad Kreuzen Dörfl 18.

Nach einer Rast in der Aumühle, wo ich wieder auf Menschen traf, trat ich die letzten Kilometer an. Der Weg führte an vielen großangelegten Bauernhöfen vorbei und man konnte den Bauern bei ihrer Arbeit zu schauen. Leider war mir nicht bewusst, dass ich bereits durch Dörfl lief. So auch an meinem Bauernhof, der 8 km entfernt von Waldhausen lag. Das fand ich sehr schade. Ich habe mich schon so auf den Abend gefreut. Jedoch 8 km zurück gingen nicht mehr. So suchte ich mir in Waldhausen eine Unterkunft, was an einem Sonntagabend nicht so einfach war. Jedoch durfte ich in dem Gasthof, wo ich untergekommen bin, noch eine Maibaumversteigerung miterleben.



7. Etappe Waldhausen – St. Nikola
Heute habe ich die Route nach St. Nikola ein wenig geändert. Mir hat die Gegend am vorherigen Tag zu gut gefallen, so dass ich nicht direkt den Donausteig über Sarmingstein gelaufen bin, sondern über die Stillensteinklamm nach St. Nikola. Leider war die Klamm ohne nennenswertes Wasser, aber noch einmal die Waldluft schnuppern, bevor man wieder an der Donau ist, tat mir gut. Ich wollte den Tag ruhig angehen, weil es auch der letzte Tag ist. Morgen geht es zurück mit dem Zug.
 
Am Anfang oder auch Ende der Klamm gibt es eine Jausenstation mit allen regionalen Spezialitäten vom Donausteig. Dort habe ich mich noch einmal mit Ziegenkäse satt gegessen.

In St. Nikola gab es eine große Wiedersehensfreude mit meinen Lieblings-Wirtsleuten an der Donau: Familie Wegerer vom Wörthbauer. Begrüßung mit Kaffee und Kuchen und chillen im Garten. Anschließend gab es die regionale Spezialität "Saumeise". Ein gelungener Abschied von der Tour.




Mehr Informationen zum Donausteig: www.donausteig.com

Montag, 21. Dezember 2015

Vorweihnachtlicher Ausflug in der Region Donau Oberösterreich


Am Samstag war Anna- Maria Bahr in der Region Donau Oberösterreich unterwegs und berichtet hier von ihrem vorweihnachtlichen Tagesausflug!


Alle Jahre wieder kümmert man sich auf den letzten Drücker um Weihnachtsgeschenke und gelobt Besserung für das folgende Jahr. Auch bei mir ist es jedes Jahr das Gleiche. Wieso aber sich den ganzen Weihnachtsstress in größeren Städten antun, wo man quasi von einem Geschäft in das nächste geschoben wird?

Am Samstag hatte ich mich dann dazu entschieden, meinen Lieben daheim ein paar Donau- Köstlichkeiten zu Weihnachten mitzubringen und das mit einem Tagesausflug zu verbinden. Um leckeren Most und Cider vom Fischgasthof Aumüller in Obermühl und Redhotsecco vom Hof Maleninsky in Enns hatte ich mich davor schon gekümmert. Was es noch zu besorgen galt, war köstlicher Käse der Käserei Somann in Esternberg und weitere Spezialitäten vom Stift Engelszell.

Schärding
Blick auf Engelhartszell
Stift Engelszell mit Klosterpforte
Da die Käserei Somann am Samstag jedoch nicht besetzt ist, konnte ich den telefonisch bestellten Käse nicht in der Donau- Gemeinde Esternberg abholen, sondern fuhr ins schöne barocke Städtchen Schärding, was wirklich einen Besuch wert ist. Nachdem ich den Käse abgeholt und einen Spaziergang durch die Stadt unternommen hatte, ging es von dort aus weiter nach Engelhartszell, was ca. 30 km von Schärding entfernt ist.


Auf dem Weg wechselten sich sonnige Abschnitte mit zähen Nebelbänken ab und kaum ging es vom Sauwald Richtung Engelhartszell, konnte man hier einen tollen Ausblick auf Engelhartszell mit Kirche genießen. Hierfür kann man kurz am Aussichtspunkt mit Donau- Panoramatafel anhalten und ein schönes Foto machen! Kaum ist man im Ort, sieht man schon Stift Engelszell- ein riesiges, prachtvolles Gebäude. Jetzt heißt es Auto parken und auf geht es in die Klosterpforte, wo die eigen produzierten Produkte verkauft werden. Hier kann man sich erst gar nicht direkt entscheiden, was man denn mitnehmen soll, da alles so gut aussieht! Letztendlich habe ich mich dann für Eierlikör, Pralinen, Honig und Honigessig entschieden- eine gute Wahl denke ich! :)


Blick auf die Schlögener Schlinge
Blick auf die Schlögener Schlinge
Nachdem hier die Sonne noch mein bester Begleiter war, fuhr ich gut gelaunt weiter nach Schlögen, um einen Spaziergang zum Aussichtspunkt Schlögener Schlinge zu machen. Hier war es jedoch wieder etwas nebelig als ich das Auto beim Hotel Donauschlinge abstellte. Auf dem teils matschigen Weg zum Ausblick und hatte ich bereits geglaubt ein Bild machen zu müssen, das dann den Titel „Wie Sie sehen, sehen Sie nichts“ haben würde, da es bergauf ziemlich nebelig war. Kaum hatte ich den Aussichtspunkt auf die Schlögener Schlinge erreicht, war ich komplett vom Ausblick fasziniert: Sonne, Donau und ein kleines Nebelmeer- was will man mehr! Nach den ersten zwei Minuten konnte ich dann hören, wie unten im Ort ein Weihnachtskonzert stattfand und hörte mir „Oh du fröhliche“ an, während ich den weiten Ausblick genoss und noch ein paar Bilder schoss. Endlich war es soweit: Weihnachtsgefühle erreichten mich bei frühlingshaften Temperaturen!


Burgruine Schaunberg
 Anschließend ging es wieder den Berg hinunter und ab ins Auto. Richtung Eferding war es so nebelig, dass man teilweise nur 60 kmh fahren konnte, was wiederum nicht das Wahre ist, wenn man normalerweise gerne etwas schneller unterwegs ist… In einem kleineren Dorf war dann die Ruine Schaunberg (die ehemals größte Burganlage Oberösterreichs) ausgeschildert und ich entschied mich, trotz des Nebels, dorthin zu fahren. Keine Menschenseele unterwegs bei dem Wetter, schön!





Burgruine Schaunberg


Vom Parkplatz führte dann ein kleiner Weg zum Eingangstor der Burgruine. Als ich davor stand, war ich total beeindruckt. Die alten Gemäuer, der mächtige und über 600 Jahre alte Lindenbaum und der Nebel- mystisch, etwas creepy und faszinierend zugleich und man fühlt sich in alte Zeiten zurückversetzt! Ein paar Meter ging ich weiter zum Eingangstor, auf dem der Vermerk „Betreten auf eigene Gefahr“ zu lesen war. Da ich schon ganz gespannt war, was mich hinter dem Tor erwarten würde, stellt sich die Frage „Gehe ich wirklich weiter oder drehe ich doch lieber um?“ erst gar nicht. Anschließend ging es ein paar Schritte weiter vom Vorplatz über eine glitschige Brücke, durch eine zweite, kleine Eingangstür.  
Ein seltsames Gefühl überkam mich und ich erwartete voller Spannung das eigentliche Burggelände. Pure Begeisterung machte sich breit! Mächtige Mauern. Einen hohen Aussichtsturm gibt es auch: Hier wurde mir leider kein Blick ins Eferdinger Becken geboten, sondern ein Blick ins Nichts- auch interessant! Nach knapp 30 Minuten auf dem Gelände wurde es Zeit wieder zurück nach Linz zu fahren.
Burgruine Schaunberg

Fazit: Ein ca. 5 stündiger entspannter Tagesausflug, verbunden mit dem Einkaufen regionaltypischer Produkte und dem Besuchen von vier Orten, die unterschiedlicher nicht sein könnten! Das war auf jeden Fall eine willkommene Abwechslung zum normalen Weihnachtsbummel-Stress!


Freitag, 23. Oktober 2015

Donausteig-Wanderbuch: Steyregg - Perg

Auch in diesen Tagen wurde wieder eine Tour aus unserem neuen Donausteig-Wanderbuch gewandert. Robert war auf der Strecke Steyregg - Perg unterwegs und berichtet uns hier von seinen Erlebnissen!


1. Tag: Steyregg - Mauthausen


Ich bin mit der Bahn in Steyregg angekommen, kaum ausgestiegen wurde schon der Donausteig Reiseführer ausgepackt. Die Tour eröffnete ich nach kurzer Orientierung in Richtung alter Stadtmauer. Weiter ging es zur ersten Attraktion, den Ausläufen der Donauauen, ab hier beginnt das genussvolle Wandern und Staunen in dieser naturbelassenen Kulisse.




Der Zauber endet leider viel zu schnell, gleitet jedoch nach kurzer Strecke zum nächsten Augenschmaus, die Donau, in seiner vollen Pracht. Am asphaltierten Rad u. Wanderweg begleitet mich der Fluss einige Kilometer, trennt sich kurzfristig, einer Brücke wegen, nur um dann in einem Wald weiterhin mit mir zu gehen.



Ab der Mitte dieses Waldstückes muss ich die Donau verlassen um mich links an der leider zu lauten Bundesstrasse zu halten. (genau an dieser, der kaum zu bemerkenden Abzweigung würde eine Beschilderung gut tun). Der Lärm der Straße dämpft meinen Enthusiasmus und lässt mich laut Karte hoffen, dass bald Stille einkehrt. Unter einer kleinen Unterführung, die Bundesstraße verlassend, komme ich in ein Dörfchen, wo die Zeit vor Langem stehen geblieben zu sein scheint. Vorbei an einigen Apfelbäumen fragte ich einen freundlichen Bauern ob ich denn einen Apfel haben könnte. Er gab sich Mühe um mir den saftigsten herauszusuchen. Gut gestärkt ging es weiter durch eine sehenswerte und voller Apfelbäume strotzende Landschaft. Nach etwa einer Stunde wechseln sich kurze Waldwege mit langen Straßen ab. Kurz vor dem KZ Mauthausen wird es wieder etwas wanderfreudiger für mich, da ich mitten durch schöne Wälder gehe.




Die Steigungen in dieser Umgebung mag ich sehr, noch mehr das Bergab in Richtung Ziel.

Abends endlich im Hotel "Gartenzimmer" eingecheckt ging es nach einer heißen Dusche  auch gleich ins Bett. Früh Morgens wurde mir ein herrliches Frühstück serviert. Die entzückende und sehr aufs Wohl des Gastes bedachte Chefin hat mir auch angeboten mich zum nächsten Bankomaten zu fahren, da zu später Stunde und kaum Bargeld in der Tasche, keiner aufzutreiben war.







2. Tag: Mauthausen - Perg


Nach einigen weiteren Tipps zum Wandern in dieser herrlichen Gegend, verabschiedeten wir uns und ich machte mich auf den Weg Richtung Perg. Ich hoffte hier, mich mehr im Wald bewegen zu dürfen. Diese Hoffnung konnte nicht erfüllt werden. Die kurzen Wege in der Natur trösten ein wenig über die langen asphaltierten Zu- und Abwege.

In Summe sind die Wege sehr gut beschildert, euer Donausteig Wanderbuch ist hervorragend ausgearbeitet, nur bin ich oft und zu lange an (Bundes)Straßen entlang gegangen. Da ich allein unterwegs war, lag der Fokus noch mehr im Beobachten der Umgebung und hier wurden meine Erwartungen leider zum Teil nicht erfüllt.

Trotzdem möchte ich mich herzlichst für die Möglichkeit bedanken :-)



Wenn auch ihr eine Tour am Donausteig wandern möchtet und uns davon berichten möchtet, kontaktiert uns einfach unter info@donauregion.at! 

Mehr Informationen zum Donausteig: www.donausteig.com